Leider nur im Rahmen einer kleinen Feier – Stichwort Corona – hat der TuS Gehlenbeck jetzt gleich mehrere verdiente Leistungsträger des Vereins verabschieden können. Malte Schnau wird nach zwei Saisons im Kader der 1. Mannschaft zum TuS Nettelstedt zurückkehren. „Und mit Kilian Ramroth“, so Dietmar Manske, stellvertretend für den Vereinsvorstand, „der seit den fußballerischen Lauflernschritten in der Pampers-Liga zum TuS gehört, verlässt uns ein echtes Kind des Vereins Richtung Verbandsliga-Mannschaft des TuS Tengern“.

Mit Norbert Diller und Michael Ramroth gaben gleich zwei verdiente Betreuer ebenfalls ihre Ämter ab. „Norbert hat in dieser Rolle zuletzt fünf Jahre lang für die Spieler der 1. Mannschaft immer die richtigen Worte gefunden – in einer tollen Balance als aufmerksamer Zuhörer und glasklarem Ansager“, so Manske. Über die jahrzehntelange Funktionen von Michael Ramroth könne er allerdings nur einige aufzählen, „deine komplette TuS-Vita würde wesentliche Kapitel der Vereinsgeschichte erzählen“. So war Michael Ramroth u.a. Trainer einer Reihe von Jugendmannschaften, zwei Jahre lang Co-Trainer der 2. Herrenmannschaft, fünf Jahre lang Abteilungsleiter Fußball im Vorstand des TuS und in der vergangenen Saison Co-Trainer von Gehlenbecks 1. Herren.

An seiner Seite Chef-Coach Christoph Kämper, „den ebenfalls zu verabschieden, mir besonders schwer fällt“, so Manske. Seit mehr als 20 Jahren aktiv im Coaching-Team des TuS trainierte Kemper nicht nur zahlreiche Jugendmannschaften, die Gehlenbecker Frauen, das Kreisligateam aus Döhren im Altkreis Minden und zwischenzeitlich auch die Mühlenkreis-Auswahl. Vor allem stand er mit einer kurzen Unterbrechung die letzten acht Jahre an der Spitze des 1. Herrenteams vom TuS. „Du warst Motor und Mentor für unsere Jungs, wie das nur wenigen gegeben ist“. Mit der Hoffnung, „dass du uns mit der lockeren Art von ‚C.‘ auch als Vater des Gehlenbecker Wegs weiterhin unterstützen wirst“, übergab Fußball-Abteilungsleiter Christian Lömker dem scheidenden Trainer ein ganz besonderes Dankeschön: Ein gemeinsames Poesie-Album von mehr als 40 Weggefährten Christoph Kämpers der vergangenen acht Jahre.

Kämper selbst bedankte sich musikalisch mit einem kleinen Gitarren-Spiel und erntete auch dafür die „ehrliche Resonanz“, die er als Trainer immer eingefordert hat. So hieß es übereinstimmend in der Runde: „An der Seite warst du immer klasse, an der Saite ist noch Luft nach oben“.


Foto: Christoph Kämper, Norbert Diller, Michael Ramroth (hintere Reihe v.l.n.r.), vorn Malte Schnau (li.) und Kilian Ramroth